Was ist Schimmel?

„Schimmelpilze“ sind ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können und dadurch als (oft gefärbter) Schimmelbelag sichtbar werden. Schimmelpilze bilden in der Wachstumsphase Zellfäden, welche jedoch in dieser Phase normalerweise mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Zur Vermehrung und Verbreitung bilden Schimmelpilze asexuelle Verbreitungsorgane, welchem unter dem Begriff “Sporen” zusammengefasst werden. Da die asexuellen Sporen meist in großer Zahl produziert werden und oft gefärbt sind, werden die Schimmelpilze in diesem Stadium mit bloßem Auge (z.B. als Schimmelpilzflecken) sichtbar.

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und ihre Sporen sind daher auch in Innenräumen vorhanden. Die Vermehrung von Schimmelpilzen in Innenräumen ist dagegen als hygienisches Problem anzusehen. Normalerweise stammen die in Innenräumen vorgefundenen Pilzsporen aus der Außenluft. Stammen jene aus Innenraumquellen sind sie ein deutliches Zeichen für einen bestehenden Schimmelpilzbefall.

Ihre Verbreitung hängt von örtlichen Gegebenheiten ab. Dazu zählen das Lüftungsverhalten, sowie die bauliche Situation der untersuchten Räumlichkeiten. Auch die Außenluftbedingungen, die wiederum von den Jahreszeiten abhängen, prägen die Pilzsporenkonzentration.

Wie entsteht er?

Damit Schimmelpilze wachsen können, brauchen sie zwei Grundbedingungen: Nährstoffe und Feuchtigkeit. Weitere, aber weniger bedeutende, Faktoren sind die Temperatur und der pH-Wert. Schimmel braucht weder Licht noch Sauerstoff, um zu wachsen.

Schimmelsporen sind anspruchslos und können sich schon mit einer sehr geringen Nährstoffzufuhr ausbreiten, die bereits durch einfachen Hausstaub ausreichend vorhanden ist. Im Haus kann sich Schimmel folglich auch auf Oberflächen bilden, die eher ungeeignet erscheinen und keine Nährstoffe enthalten.

Der relevanteste Faktor bei der Schimmelbildung in Wohnräumen oder Kellern ist dementsprechend die Feuchtigkeit. Dabei entscheidet nicht allein die relative Luftfeuchte der Raumluft, ob sich Schimmel ausbreiten kann, sondern der Feuchtegehalt direkt über der Wandoberfläche. Wie hoch diese ist, hängt nicht nur von der Luftfeuchtigkeit der Raumluft und deren Temperatur ab, sondern auch von der Temperatur der Wand. Die meisten Schimmelpilze wachsen bei 80 bis 85 % relativer Luftfeuchte. Unter Ausnahmebedingungen kann sich Schimmel aber auch bereits bei 65 % oder bis annähernd 100 % relativer Luftfeuchte entwickeln.

  • Schimmelpilze sind anspruchslos und kommen überall in der Natur und in Gebäuden vor
  • Schimmel in Wohnräumen kann entstehen, wenn Nährstoffe und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sind
  • Direkte Durchfeuchtung kann durch undichte Dächer, Keller, Leitungen oder Havarien entstehen
  • Feuchtigkeit tritt in den meisten Fällen indirekt in Form von Kondenswasser an kälteren Bauteilen auf 
  • Bauliche Faktorenbegünstigen besonders in Kombination mit falschem Lüftungs- und Heizverhalten bzw. dem Fehlen eines durchdachten Lüftungssystems die Bildung von Schimmel
  • Wärmebrücken, wie an Fenstern oder Balkontüren, und unzureichend gedämmte Außenwände begünstigen die Schimmelbildung

Welche Arten gibt es?

Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 250.000 Schimmelarten, wobei erst 100.000 davon bisher konkret bestimmt wurden. Nur wenige dieser Schimmelpilze sind in Wohnungen und Häusern verantwortlich für Schäden an Bausubstanz und Einrichtung oder gesundheitlichen Folgen für die Bewohner. In Wohnräumen treten am häufigsten der schwarze Schimmel, der grüne Schimmel und der weiße Schimmel auf. Doch auch der gelbe Schimmel und der rote Schimmel sind relevant. Diese werden wiederum teilweise von verschiedenen Arten von Schimmelpilzen verursacht. 

Um sich zu vermehren, brauchen Schimmelpilze Feuchtigkeit und Nahrung. Dieses Nährsubstrat überzieht der Schimmelpilz mit einem watteartigen Belag. Mit ein wenig Zeit können sich so große Pilzkolonien entwickeln. Der Fruchtkörper des Schimmelpilzes ist für die jeweilige Färbung verantwortlich. Um die unterschiedlichen Schimmelpilzarten zu bestimmen, werden Farbe, Struktur und Wachstum des Schimmels herangezogen. 

Worauf achten bei der Beseitigung?

Bei neuem Befall: Schimmel beseitigen mit chemischen Schimmelentfernern, Alkohol oder Wasserstoffperoxid

Ist der Befall durch Schimmel an der Wand relativ neu, so reicht in der Regel das oberflächliche Entfernen mit Anti-Schimmel-Mitteln. Es gibt sehr schnell wirksame Schimmelentferner mit Chlorwirkstoffen, welche die Sporen in bis zu zehn Sekunden zerstören. Diese chemischen Mittel sind zwar hochwirksam, jedoch sind sie wegen möglicher Gesundheitsgefährdung eher nicht zu empfehlen.

Bei altem Schimmelbefall: Sanierung durch Profis

Ist der Befall schon älter, so sind die Schimmelpilze in der Regel bereits in Anstriche, Tapeten und seltener sogar in die vorhandene Putzstruktur eingedrungen. Dann ist mit einer oberflächlichen Behandlung des Schimmels an der Wand keine dauerhafte Abhilfe mehr zu schaffen. Hier ist ein Sachverständiger für die Durchführung der Maßnahmen hinzuzuziehen. Die befallenen Materialien müssen entfernt werden.

Hier sind wichtige Richtlinien vorgegeben um den Schimmel richtig zu entfernen. Gerne beraten wir Sie jedoch auch persönlich. Hier gehts zum Kontaktformular

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